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“Trotz allem kann ich sagen: Es war

ein gutes Leben”

Erinnerungen von Erika Gierschner (Auszug)

Das Jahr 1935 sollte Marias Leben für immer verändern. Ungefähr zwei Jahre zuvor hatte sie sich in einen jungen Mann namens Gustav verliebt. Die Beziehung blieb nicht lange ohne Folgen. Maria wurde schwanger, hatte aber nicht den Mut, darüber zu sprechen – weder mit ihrem Arbeitgeber, noch mit ihrer Mutter. Als der Graf, bei dem sie als Zimmermädchen arbeitete, die Schwangerschaft bemerkte, schickte er die 20-Jährige sofort nach Hause. Auch da verlor Maria ihrer Mutter gegenüber immer noch kein Wort über ihren Zustand, so sehr schämte sie sich. Sie sagte nur: „Ich lege mich ins Bett. Ich habe Bauchschmerzen.“ Darüber, wie die Schwangerschaft so lange unentdeckt bleiben konnte, kann man nur Vermutungen anstellen. Offenbar hatte Maria ihren Bauch gut mit weiten Kleidern kaschieren können. Am 11. Oktober 1935 bekamen die „Bauchschmerzen“ dann plötzlich eine Stimme in Form von Babygeschrei. Das war der Tag von Erika Gierschners Geburt. „Guck mal, was wir hier haben“, sagte Brunhilde Dorn zu ihrem Sohn Walter, der gerade von der Arbeit nach Hause gekommen war. „Was machen wir jetzt mit ihr?“ Darauf sagte der 18-Jährige, der auf dem Gut eine Lehre als Schmied angefangen hatte: „Ach Mutter, jetzt ist sie schon mal da. Dann behalten wie sie auch.“ Sofort nach der Geburt lief die frischgebackene Großmutter Brunhilde zu ihrem Nachbarn Erich Plaske, der als Chauffeur auf dem Schloss arbeitete. Sie schickte ihn schnell in den nächsten Ort, um die Hebamme zu holen. Als er zurückkam, fragte ihn Brunhilde Dorn, was sie ihm schuldig sei. Da winkte er ab. Er würde kein Geld wollen, aber Patenonkel würde er gerne werden. Das würde als Lohn reichen. Und so wurde es gemacht. ..... Vermutlich war es am Morgen oder Vormittag. Das weiß Erika Gierschner deshalb so genau, weil sie und ihre Schwester noch in den Betten gelegen und geschlafen hatten, als plötzlich ein Russe im Zimmer stand. Die Menschen in den Dörfern wussten, dass es zu Vergewaltigungen kommen konnte. Es war eine Zeit, in der die Soldaten alles „durften“ und sich benahmen, wie sie wollten. Rache-Aktionen für das durch die Deutschen erlittene Leid waren an der Tagesordnung. Da die Soldaten ab 19 Uhr Freigang hatten, versteckten sich viele Frauen abends und achteten darauf, dass sie dann nicht allein in ihren Häusern waren. Umso weniger rechnete Maria wohl damit, dass ihr das, was sie am meisten fürchtete, am helllichten Tag passieren sollte. Der Mann packte sie und drückte sie aufs Bett, während die beiden Schwestern am Fußende des Bettes standen und alles mit ansahen. Die damals elfjährige erika verstand zwar nicht, was da gerade vor ihren Augen geschah. Sie wusste nur, dass es etwas Schlimmes war. Sie weinte und schrie die ganze Zeit: „Mutti, Mutti!“ Ihre Mutter versuchte sie zu beruhigen und sagte immer wieder: „Seid still, sonst erschießt er euch noch!“ Also versteckten sich die Mädchen in einer Ecke, und harrten mucksmäuschenstill aus, bis der Mann weg war. Seit jenem Erlebnis versteckten sie sich jeden Abend an einem anderen Ort. Einmal übernachteten sie sogar auf einer Art Floß, das im Schilf eines Teiches befestigt worden war. Am kommenden Morgen waren sie aber derart von Mücken zerstochen worden, dass sie diesen Ort nur einmal wählten. Über die Vergewaltigung selbst wurde danach nie wieder gesprochen.
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